Mozilla möchte einen App Store auf den Weg bringen

Die Mozilla-Foundation hat in ihrem Jahresbericht „The State of Mozilla“ offiziell bekannt gegeben, dass sie einen eigenen App Store fertiggestellt haben. Bezeichnet wird der neue Store als „Open Web App Ökosystem“ und soll offen für allen sein. Die Ankündigung erfolgte kurz nachdem bekannt wurde, dass man an einer Firefox-Version für Android-Betriebssysteme arbeite.

Warum Mozilla einen eigenen App Store starten wollte, erklärten sie mit sehr ausdrücklichen Argumenten. Demnach seinen laut der Foundation derzeit viele Software-Plattformen für Handys „gerätespezifisch und plattformspezifisch“. Alle Informationen, die in eine Applikation eingebunden und erstellt werden, sind an diese Anwendung oder Plattform gebunden. Des Weiteren wird als Argument genannt, dass Anwender bestimmte Voraussetzungen für den jeweiligen App Store erfüllen müssen, um aufgenommen zu werden.

Und genau dies möchte Mozilla mit seinem „Open Web App Ökosystem“ gezielt lösen. Die Foundation möchte für seinen Store offene Web-Standards wie HTML5, CS5 und Javascript zulassen, damit Anwendungen in jedem modernen Browser ausgeführt werden können. Damit wäre es möglich, dass Apps auf jeder Plattform lauffähig sind, sodass es keinen Unterschied mehr macht, ob ein Desktop-Rechner eingesetzt wird oder ein mobiles Endgerät.

Weiterhin sollen keine Kontrollhürden mehr bestehen, damit Apps von jedem Entwickler veröffentlicht werden können. Aber dies bringt auch einige Gefahren mit sich. Wenn niemand die Grenzen überwacht, kann jeder kriminelle hineinmaschieren und Schadsoftware veröffentlichen. Wie hier Mozilla vorgehen möchte, wurde nicht genannt.

Des Weiteren möchte die Mozilla-Foundation nicht als offizieller Store-Betreiber agieren. Sie möchten, dass viele unterschiedliche Stores existieren, die von verschiedenen Anbietern geführt werden. Weiterhin sollen auch Apps unabhängig vom App Store installiert werden können, beispielsweise direkt über die Internetseite des Anbieters. Dabei soll eine Datenbank auf dem eigenen Rechner festhalten, welche Apps installiert wurden und welche nicht. Denn es werden auch Apps existieren, die kostenpflichtig sind.

Derzeit steht noch nicht fest, wann das „Open Web App Ökosystem“ gestartet wird. Entwickler und Programmierer, die sich intensiv mit dem Thema beschäftigen möchten, können sich auf der Webseite von Mozilla umschauen, um nähere Details zu bekommen.

 

Über den Autor

 

Berkay Bay ist der Gründer von BayLog. Da sein Interesse der IT und der Consumer Electronics gilt, ist das Projekt hierzu entstanden. Habt ihr Fragen zu einem Beitrag? Verfasst ihm doch eine E-Mail.

 

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