Hacker-Angriff auf CO2-Zertifikate

Hacker-Angriff auf CO2-ZertifikateDie sogenannten Emissionszertifikate sind ein Maß dafür, eine Reduzierung von Schadstoffemissionen mit geringen Kosten zu verringern. Einzelunternehmen und Volkswirtschaften sollen durch eine marktwirtschaftliche Regulierung dazu gebracht, ihre Schadstoffemission, zum Beispiel durch Verbrennung von fossilen Energieträgern, zu senken. Diejenigen, die weniger Zertifikate verwenden beziehungsweise verbrauchen, können ihre überschüssigen Zertifikate an das eingerichtete Handelssystem wieder übergeben. Andersherum müssen diejenigen mehr Zertifikate erwerben, die die Atmosphäre stärker verschmutzen.

Wenn Geld eine große Rolle spielt, kann man davon ausgehen, dass auch kriminelle am Werk sind, so wie es hier der Fall ist. Die Deutsche Emissionshandelsstelle (DEHSt) und das Bundeskriminalamt in Wiesbaden haben nun belegt, dass sich Hacker über Phishing-Mails Zugang zu Datenbanken verschafft haben, in denen offizielle Einträge zu Emissionsrechten einzelner Unternehmen hinterlegt sind. Die Empfänger dieser E-Mails wurden dazu gebracht, auf eine Webseite überzugehen und dort ihre Daten zu hinterlassen. Ihr werdet euch wahrscheinlich denken, warum man einfach seine Daten preisgeben sollte. Ganz einfach. Als Grund wurde nämlich der Angriff von Hackern angegeben. Dreister geht es kaum.

Die Financial Times Deutschland (FTD) haben auf ihrer Webpräsenz erläutert, dass die Kriminellen Emissionsrechte hauptsächlich auf Konten in Großbritannien und Dänemark übermittelten. Anschließend erfolgte ein schneller Verkauf. Laut den neuesten Berichten von FTD zufolge, sollen insgesamt neun Betrugsfälle bekannt sein. Ein Industriebetrieb soll allein Rechte im Wert von 1,5 Millionen Euro verloren haben. Neben Industriebetrieben sollen aber auch Stromversorger und diverse Händler betroffen sein. Es ist nun fraglich, wie lange die Täter sich über die Tat freuen können. Denn die Emissionszertifikate sind per ID rekonstruierbar und die Zertifikatregister in verschiedenen europäischen Ländern wurden schon geschlossen, sodass keine Transaktionsmöglichkeiten mehr bestehen.

Was denkt Ihr über den Sachverhalt? Hinterlasst euer Feedback dazu.

 

Über den Autor

 

Berkay Bay ist der Gründer von BayLog. Da sein Interesse der IT und der Consumer Electronics gilt, ist das Projekt hierzu entstanden. Habt ihr Fragen zu einem Beitrag? Verfasst ihm doch eine E-Mail.

 

Tags:

Kommentare

 

Leave a reply

required

required

optional


 
 

Folgt uns

 

Networking

Blogverzeichnis - Blog Verzeichnis bloggerei.de
Blog Top Liste - by TopBlogs.de