Cyber-Angriff: Vorbereitungen in den USA

Cyber-Angriff: Vorbereitungen in den USAVor kurzem hat eine Organisation angekündigt, dass sie die USA am Dienstag, den 16. Februar 2010, mit zahlreichen Cyber-Angriffen aussetzen wollen. In der Vergangenheit gab es viele große Angriffe, wie zum Beispiel im Januar 2003, als der sogenannte „Slammer“-Wurm ein Atomkraftwerk in Ohio stillgelegt hatte, oder im Jahre 2008, als die Webpräsenz des Staates Ohio von russischen Kriminellen befallen wurde. Anfang dieses Jahres gab es auch einen größeren Angriff. Chinesische Hacker griffen insgesamt 30 Unternehmen in ganz USA an, unter anderem auch Google. Dass die USA besonders viel Wert auf die innere Sicherheit legt, sieht man anhand des „Bipartisan Polity Centers“ (BPC) und den Teilnehmern des Projekts Cyber.Shockwave.

Das BPC ist eine Non-Profit-Organisation, die von ehemaligen US-Senatsmitgliedern im Jahre 2007 ins Leben gerufen wurde. Ihr Hauptaugenmerk liegt darin, verschiedene Probleme im Staat aufzuzeigen und anschließend darauf einzugehen und Lösungen zu finden. Das neueste Projekt wurde unter dem Namen Cyber.Shockwave getauft und in diesem geht es um einen simulierten Cyber-Angriff, der sehr stark an reale Bedingungen grenzt.

Derzeit ist bekannt, dass Leiter von Geheimdiensten, Kommandeure des Militärs und Berater aus dem Ministerium für Heimatschutz daran arbeiten werden. Aufenthaltsort wird ein nachgebauter „Situation Room“ des Weißen Hauses sein. Die beteiligten Leute werden die Rollen der Kabinettsmitglieder einnehmen, die anschließend von einem Cyber-Angriff konfrontiert werden. Ihr Ziel wird es sein, so schnell wie möglich einen Plan zu entwickeln, den sie dem Präsidenten vorzeigen können.

Zwar weiß man, in welchem Themen-Sektor sich alles bewegt, dennoch wissen die Teilnehmer nicht wirklich, was sie erwarten wird. Das Ganze wird von einem Team von Experten und professionellen Drehbuchautoren herausgearbeitet, um ein echtes „Feeling von Real Life“ zu erschaffen. Wie im echten Leben auch, werden zu unterschiedlichen Zeiten des Tages verschiedene Lageberichte und Informationen überreicht, sodass man sehr schnell darauf reagieren muss. Alles ist wie im echten Leben!

Das besondere an dieser Sache ist, dass sie offiziell von den Medien beobachtet wird. Zum Beispiel wird der Sender CNN versuchen, alles zu filmen, um es anschließend im Fernsehen zu übertragen.

In der Vergangenheit gab es mal eine ähnliche Ausnahmesituation, die erfolgreich gemeistert wurde. Das Projekt hieß „Oil Shockwave“ und handelte, wie der Name schon sagt, um Öl und deren Krise.

Was haltet Ihr von einem solchen Projekt? Denkt Ihr nicht auch, dass solche Szenarien auch in Deutschland praktiziert werden sollten?

 

Über den Autor

 

Berkay Bay ist der Gründer von BayLog. Da sein Interesse der IT und der Consumer Electronics gilt, ist das Projekt hierzu entstanden. Habt ihr Fragen zu einem Beitrag? Verfasst ihm doch eine E-Mail.

 

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