Läuft eure DSL-Leitung nicht so wie Ihr es wollt? Bauen sich einzelne Webseiten im Telefon-Modem-Tempo auf? Damit sollte jetzt Schluss sein. Denn oftmals genügt nur ein kleiner Eingriff und schon läuft alles viel flüssiger. Wie das geht? Dies werden wir Ihnen nun genauer erläutern.
Im Allgemeinen ist es so, dass diejenigen mit einer DSL-Verbindung nicht allzu lange warten müssen, bis sich eine herkömmliche Webseite aufgebaut hat. Doch manchmal will sich eine Webseite einfach nicht aufbauen. Man ärgert sich zu Tode, aber solange dies als Ausnahme aufgefasst werden kann, denkt man nach einiger Zeit nicht mehr daran. Denn schließlich kann es ja passieren, dass einfach nur ein Server ausgelastet ist. Und dagegen kann man als Internetbenutzer herzlichst wenig tun.
Geschieht der Vorgang jedoch regelmäßiger bzw. häufiger, so sollte man schauen, ob nicht ein internes Problem mit der DSL-Verbindung besteht. Ihr solltet jetzt jedoch nicht gleich den Support anrufen, sondern schauen, ob nicht ein Fehler im Netzwerk eingeschlichen ist. Auch sollte in Betrachtung gezogen werden, dass viele Provider die angebotene DSL-Bandbreite nicht völlig zur Verfügung stellen. Dass dies seine Richtigkeit hat, erfahrt Ihr, wenn Ihr das Kleingedruckte beim Lesen des Vertrags gesehen habt.
Sehr viele Provider fügen bei Ihren Werbungen die Wörter „bis zu“ hinzu, sodass zum Beispiel bei einem Angebot einer „16 Mbit/s DSL-Verbindung“ fast immer „Bis zu 16Mbit/s“ vorzufinden ist. Das heißt konkret, dass diese 16 Mbit/s praktisch gar nicht erreichbar sind. Tatsächlich können maximal „nur“ 14Mbit/s übertragen werden, da auch Protokolldateien in die Verbindung hineinfließen.
Dennoch herrscht das Gefühl, dass die Verbindung nicht mit einer DSL-Verbindung gleicht. Was kann man nun dagegen machen?
Firmware aktualisieren
In den allermeisten Fällen bekommt man bei einem Vertrag mit einem Provider die benötigte Hardware kostenlos gestellt. Wenn dies erfolgt ist, kann man sich sicher sein, dass die Hardware für den DSL-Anschluss kompatibel ist und man selber keine Veränderung an der Hardware vornehmen muss. Besitzen Sie aber schon Hardware-Komponenten, die Sie für Ihre ältere und zumeist auch langsamere DSL-Verbindung genutzt haben, könnte hier das Problem liegen, weshalb Ihre Internetleitung langsam ist. Unterstützt euer Router kein ADSL2+-, so können maximal nur 8 Mbit/s übertragen werden. Ihr müsst aber nicht sofort die Hardware zur Seite legen und euch neue zulegen. Nein, oftmals genügt sogar eine einfache Firmware-Aktualisierung, um dieses Problem zu beheben. Wie eine Firmware-Aktualisierung genau funktioniert, erfahren Sie im jeweiligen Handbuch des Router-Herstellers.
Status-Überprüfung
Es ist sehr wichtig zu wissen, wie die Vermittlungsstelle des Providers und Ihre herkömmliche Telefonleitung miteinander in Kontakt treten. Denn sowohl die Kabellänge bis zur Vermittlungsstelle, als auch die Qualität der Klemmstellen, sind Verantwortlich dafür, wie hoch die maximale Bandbreite ist. Leider können Sie an dieser Stelle nichts selber beeinflussen. Dies können nur die Service-Techniker des Providers.
Haben Sie Ihre internen Netzwerk-Konfigurationen überprüft und sind zum Schluss gekommen, dass alles soweit in Ordnung ist, so sollten Sie dann zum nächsten Schritt übergehen und die Router-Konfigurationsparameter überprüfen. Um in den Router zu gelangen, müssen Sie lediglich die IP-Adresse des Routers in der Adresszeile des Browsers eingeben. Anschließend erscheint in den meisten Fällen ein Fenster, woraufhin Sie das Router-interne Passwort eingeben müssen. Solange Sie nichts verändert haben, können Sie das System-Passwort eingeben, das von Router zu Router unterschiedlich. Wenn Sie sich nun schließlich im Router selber befinden, so können Sie die Werte der Bandbreite in den Statusinformationen betrachten. Wenn diese Werte über mehrere Tage und Wochen hinweg nicht der DSL-Geschwindigkeit entspricht, die Sie vertraglich unterschrieben haben, so sollten Sie dies umgehend dem Provider mitteilen. Denn nur wenn er von dem Vorfall benachrichtigt wird, kann er das Problem beheben.
Speed-Messungen
Sie können auch sogenannte Speed-Messungen bei Internet-Diensten durchführen, um Ihre Geschwindigkeit zu ermitteln. Aber aufgepasst: Sie sollten unbedingt mehrere Tests durchführen. Auf gar keinen Fall sollten Sie einen einzigen Test nehmen und darauf alles stützen. Denn je nach Tageszeit oder Server-Auslastung kann der Ausgang des Tests variieren. Auch sollten Sie, bevor Sie den Test durchführen, alle Programme für die Dauer des Tests schließen, die eine Internetverbindung beziehen.
Erst danach kann man sehen, wie hoch die tatsächliche Bandbreite Ihrer DSL-Verbindung ist.
W-LAN und die Signalschwäche
Heutzutage geht fast jeder mit einem Laptops ins Internet. In den allermeisten Fällen sogar über W-LAN, also einer drahtlosen Verbindung. Hier kann auch eine Ursache für eine langsame Verbindung liegen. Ist die Signalschwäche zu gering, kann nur eine gewisse Bandbreite innerhalb des Netzwerks übertragen werden. Um eine optimale Verbindung zu gewährleisten, sollten Sie Ihren Router so installieren, sodass die Signalstärke zwischen Ihrem Router und PC hoch ist.
Optimierung der Systemeinstellungen
Im Internet lassen sich sehr viele Programme finden, die von einer Erhöhung der DSL-Geschwindigkeit sprechen. Geht das überhaupt, fragen wir uns? Ja, es geht. Das Betriebssystem ist in den meisten Fällen nicht für die entsprechende DSL-Bandbreite konfiguriert. Daher kann man einige Netzwerkparameter anpassen, die den Datenfluss nicht mehr bremsen. Zwar bekommt man nun den Anschein, dass die Internet-Verbindung viel schneller läuft. Doch tatsächlich haben Sie nun etwa die Geschwindigkeit erreicht, die Ihrer vorhandenen maximalen Bandbreite entspricht. Das ist aber im Endeffekt völlig egal, da Sie nun Ihren DSL-Anschluss völlig ausschöpfen können.
Fazit
Wie Sie gesehen haben, gibt es mehrere Faktoren, die die vorhandene DSL-Bandbreite ausbremsen können. Einerseits kann dies von Ihrer internen Hardware und Ihres Betriebssystem abhängig sein oder andererseits vom Provider selber. Sie müssen daher selber überprüfen, welche Faktoren auf Sie zutreffen. Anschließend können Sie dann zum nächsten Schritt übergehen, um das Problem zu beheben.







