10-Jährige zeigt wo der Hammer hängt: Fehlerfund bei iOS und Android

Niklas Hoffmeier - Dienstag, 9. August 2011 um 08:36 Uhr

Unterschätze niemals ein kleines Mädchen. Denn die 10-jährige Nachwuchs-Hackerin mit dem Pseudonym “CyFi” zeigt, was sie mit ihren jungen Jahren auf die Beine stellen kann: Zum Beispiel das Aufzeigen von Fehlern in mobilen Applikationen aus dem Hause von Großunternehmen. Die ach so sicheren Apps erweisen eben auch so manche Mängel. So hat das Mädchen Schwachstellen aufgezeigt, die nie Jemand zuvor entdeckt hatte.

In diesem Fall ging es um kleine App, in der man in einer virtuellen Farmwelt lebt und “mühsam” sein Getreide oder Salat anpflanzt, pflegt und anschließend erntet. Das wurde der unbekannten Hackerin mit der Zeit zu  langweilig und entschied sich den Zeitfaktor um einiges nach oben zu schreiben, sodass schließlich auch die Abläufe schneller vonstatten gehen.

Um welche Spiele beziehungsweise Apps es sich handelt, hat man aus Prinzip nicht genannt, da man auf Reaktionen seitens der betroffenen Firmen wartet. Jeder hat eine zweite Chance verdient, die mittlerweile der Großteil der betroffenen Unternehmen genutzt haben sollen.

Ich bin verblüfft. Ein zehn Jahre altes Mädchen zeigt den Erwachsenen, wo der Hammer wirklich hängt. Das Mädchen erwies das, was im Anschluss auch von Experten für wahr erklärt wurde. Auf der anderen Seite ist jedoch sehr erschreckend, wie schnell es möglich ist ein (Browser-)Spiel dieser Art zu manipulieren. Auch die Tatsache, dass diese Person erst zehn Jahre alt ist, macht mich zumindest in der Zukunft vorsichtig. Nachwuchshacker anstatt Anonymous und Co. ?

Zurecht bittet die Mutter um Schutz ihrer Identität – es wäre unverantwortlich wenn nicht.

VIA gulli.com