Apple empfiehlt iMessage anstatt SMS

Alexander Steiner - Montag, 20. August 2012 um 12:14 Uhr


iMessages

Was wohl nur die wenigsten Besitzer eines iOS-Devices wissen dürften ist die Tatsache, dass schon seit der ersten iOS-Version eine Schwachstelle im SMS-Protokoll und in der SMS-Verarbeitung bekannt ist, welche zudem derart eklatant ist, dass sie es Angreifern erlaubt, eine Kurznachricht mit unter einem anderen Namen zu versenden und diese auch noch dem Nutzer zuzustellen.

Nach Bekanntwerden dieses Faktums begab man sich natürlich auf Ursachensuche und fand heraus, dass Apples Umgang mit den Absender-Daten Schuld an dem Problem ist. Doch wo genau liegt hierbei das Problem?

Technische Details

Prinzipiell enthält eine SMS zwei Absender, nämlich zum einen die Telefonnummer, die von der ursprünglichen Nachricht stammt und zum anderen die Telefonnummer, die eine Antwort erhalten soll. Soweit so gut – die Praxis sieht anders aus. Bei Mobiltelefonen wird in der Regel nur die Telefonnummer für die Antwort SMS angezeigt, sodass derjenige, der die Nachricht versendet hat, dem Empfänger gänzlich unbekannt bleibt.

Apples Statement überrascht

Apple hat zu dieser, nicht zu leugnenden, Problematik nun auch Stellung genommen und gibt dabei mehr oder weniger an, dass man seitens des Konzerns gar nicht versuchen wolle, die App entsprechend zu verbessern und den evidenten Mangel zu beseitigen, nein, stattdessen wird die Verwendung eines anderen Dienstes mit kohärierender Funktionsweise proklamiert, namentlich iMessage.

Anscheinend liegt es gerade bei den Cupertinos ein wenig im Trend – hoffentlich – alle Energie in die Entwicklung neuer Produkte – iPhone 5 und iPad mini – zu stecken, dafür aber dem User nicht gerade entgegenzukommen. Man denke nur an die “neue Schraube” und eben jetzt an die Nutzungsvermeidung von SMS.

Bild (CC by 2.0/Flickr): Andrew-Hyde

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