Apple vs. Samsung – der Prototyp-Verstoß
Mittlerweile bekannt ist, dass sich die geschäftliche Beziehung zwischen Samsung und Apple nicht nur auf eben jene erstreckt, sondern nunmehr so etwas wie eine gerichtliche Beziehung entstanden ist. In dem Fall, der derzeit an einem kalifornischen Gericht anhängig ist, geht es um verletzte Patente. Dabei hatte Samsung schon zu Beginn des Verfahrens der Justiz die kalte Schulter gezeigt.
Presse
Die Anwälte des koreanischen Konzerns hatten nämlich direkt am Anfang die richterliche Entscheidung kritisiert, Bilder eines frühen Samsung-Prototyps nicht als Beweis zuzulassen. Stattdessen wurde die Presse informiert und mit Bildmaterial versorgt.
Darüber war die Richterin, Lucy Koh, verständlicherweise überhaupt nicht begeistert und forderte zu diesem Vorgehen eine offizielle Stellungnahme ein. Schamlos die Situation auszunutzen versuchte Apple, in dem von amerikanischer Seite aus postuliert wurde, dass zur Strafe die Verletzung der iPhone-Designpatente festgestellt wird. Wie man an diesem etwas abstrus anmutenden Kausalzusammenhang sieht, geht es bei Gericht zwischen beiden Firmen momentan alles andere als zimperlich zu.
Samsung F700
Bei den bereits erwähnten Bildern handelt es sich jedenfalls um solche des Telefons F700, welches Anfang 2007 vorgestellt wurde. Samsung wollte durch Verwertung dieses Beweises zeigen, dass schon vor der letztlich erfolgten Präsentation des iPhones an einem so aussehenden Design gearbeitet worden ist.
Bild (CC BY 2.0/Flickr): dierk schaefer




